Bündnis-Demo in Hamburg I SAFE ABORTION DAY – Für sichere und legale Schwangerschaftsabbrüche weltweit
Am 28. September ist internationaler Safe Abortion Day. Weltweit gehen Menschen für sichere, legale Abtreibungen auf die Straße – auch in Hamburg. Schließt euch an! Treffpunkt ist um 18 Uhr an der S-Bahn Sternschanze.
Antifaschismus heißt, für Abtreibungsrechte zu kämpfen. In Deutschland will die AfD pro familia die Finanzierung entziehen und Abtreibungen unmöglich machen. Weltweit greifen Rechtspopulismus, Fundamentalismus, Militarismus und Kapitalismus nach unseren Körpern, aber wir halten dagegen. Nicht mit uns! Finger weg von unserer Selbstbestimmung!
Wir fühlen uns verarscht von einer Politik, die nicht Wort hält, verwässert und wegschaut. In Deutschland sind Abtreibungen nach § 218 StGB immer noch grundsätzlich strafbar – nur unter bestimmten Bedingungen bleiben sie straffrei. CDU und FDP haben eine mickrige Reform des §218 im letzten Jahr verhindert, nachdem SPD und Grüne zu lange zögerten.
Die Kriminalisierung schafft Hürden beim Zugang zu Abtreibung und trägt zur Stigmatisierung bei. In den letzten 20 Jahren hat sich die Zahl der Kliniken und Praxen, die Abbrüche anbieten, halbiert. Menschen müssen immer weiter fahren, immer länger warten, immer mehr Barrieren überwinden. Schluss damit!
Wir fordern:
SICHERE UND LEGALE ABTREIBUNGEN WELTWEIT!
Konkret für Deutschland heißt das:
– Weg mit § 218 StGB – Schwangerschaftsabbrüche dürfen nicht im Strafgesetzbuch stehen.
– Zugang für alle – unabhängig von Volljährigkeit, Einkommen, Aufenthaltsstatus oder Wohnort.
– Abbrüche so früh wie möglich, so spät wie nötig – keine Frist, keine Pflichtberatung, keine Wartezeiten.
– Kostenlose Abtreibungen – Übernahme durch die Krankenkassen ohne bürokratische Hürden.
– Schutz und Solidarität mit pro familia und weiteren Akteur*innen, die die Versorgung tragen
– Ausbau der medizinischen Versorgung – auch im ländlichen Raum und durch Telemedizin.
– Bessere Ausbildung im Medizinstudium und der ärztlichen Weiterbildung.
Wir lassen nicht zu, dass der Rechtsruck unsere reproduktiven Rechte weiter einschränkt. Wir wissen: Für unsere Rechte müssen wir kämpfen. Rechtspopulist*innen und fundamentalistische Abtreibungsgegner*innen sind international vernetzt – unsere feministische Bewegung ist es auch: von Argentinien bis Irland, von Mexiko bis Polen. Am 28. September zeigen wir weltweit: Wir sind viele, wir sind laut, und wir nehmen uns das Recht auf Selbstbestimmung! ✊💜

